lost on the highest peak - interaktive Klanginstallation In den Klanglandschaften von David Rittershaus gerät die Natur in Bewegung, sie fließt, bröckelt, rauscht, weht oder brennt - zumindest akustisch. Denn nahezu alles, was wir hören, bleibt unsichtbar. Ob und wie sich klanglich etwas bewegt, hängt dabei von den Besuchern ab. Schaukeln hängen einladend in den Weiten der Naxoshalle und das schwungvolle Treiben wird auf die Klänge übertragen. In gemeinsamer Bewegung öffnet sich der Raum für ein mythisches Fest und für die Erinnerung an eine irrende Suche nach einem verlorenen Grund. lost on the highest peak ist eine Installation, die aus acht Schaukeln besteht, die in einem großen und hohen Raum, an der Decke angebracht sind und von den Besucher_Innen benutzt werden. Die Schaukeln sind alle mit mehreren Sensoren bestückt, die über einen Computer Klangerzeugung und Klangmodulation steuern. Die Bewegung der Besucher_Innen auf den Schaukeln wirkt sich also unmittelbar auf die Klanggestaltung der Installation aus und die direkte Verbindung von Bewegung und Klang ist für die Besucher_Innen erfahrbar. So entsteht im Raum durch die Besucher_Innen eine Gesamtkompostion aus den einzelnen Klängen jeder Schaukel. Zusammen mit der räumlichen Anordnung und der Lichtgestaltung ergibt sich eine starke Atmosphäre in die die Besucher_Innen eintauchen können. Das Interesse der Arbeit gilt dem Zusammenspiel von Körper und Technologie und der Erfahrung von Klang im interaktiven Format. Dabei ist das Ziel ein Instrument einzurichten, das einen Ganzkörpereinsatz des Besuchers/ der Besucherin verlangt und gleichzeitig eine spielerische Leichtigkeit in der (dennoch erzwungenen) Interaktion zulässt. Die Besucher_Innen werden so auch zu Protagonisten in einer klanglichen Spurensuche, die sich um das Schaukelfest der Antike „Aiora“ und den damit verbundenen Mythos um Erigone und Ikraios dreht. Installation, Sounddesign: David Rittershaus, Katharina Speckmann Konzept, Elektronik, Programmierung: David Rittershaus Technische Leitung: Hanke Wilsmann Musik: Figen Aksoy Licht: Hendrik Borowski Grafik: Ajda Tomazin Unterstützung: Philipp Krüger Mit Dank an: Meso Digital Interiors GmbH und Aeneas Stankowski In Kooperation mit studioNAXOS, dem Künstlerhaus Mousonturm und der Hessischen Theaterakademie (HTA). Gefördert vom ZMI (Zentrum für Medien und Interaktivität) Gießen und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.